Die Brennessel

andere Bezeichnungen: Donnernessel, Hanfnessel, Saunessel, Zingel, Gichtrute, Scharfnessel, Tittenkölbl
Lat.: Urtica Dioica
Engl.: Nettle
Fam.: Brennesselgewächse = Urticaceae
Blütezeit: Jul – Okt
Winterhart

Wenn eine Pflanze auf eine über 2000 jährige Geschichte zurückblicken kann, kann man davon ausgehen, dass sie die Bezeichnung „Heilpflanze“ verdient. Dioskurides, Hildegard von Bingen sowie Paracelsus wussten bereits um die Heilkraft der Brennessel. Umso erstaunlicher ist es , dass sie landläufig immer noch als Unkraut gesehen wird. Die wenigsten Menschen wissen um ihre unglaublichen Heil- und Nährkräfte. Meistens ist das einzige Wissen was sie haben darauf beschränkt, dass die Brennessel bei Berührung brennt.

Dabei ist die Brennessel weit mehr als ein Unkraut und kann sowohl im Heilbereich eingesetzt werden als auch in der Küche zu schmackhaften Gerichten verarbeitet werden. Aus ihr kann man eine herrliche Brennesselsuppe kochen oder, wer es nicht ganz so flüssig mag macht sich einen Brennesselspinat oder aber auch ein schmackhaftes Pesto mit Pinienkernen und Olivenöl. Da die Brennhaare durch Kochen, Dünsten, Trocknen oder Pürieren zerstört werden kann die Brennessel sogar in einem frischen, grünen Smoothie verwendet werden. Verwendet wird die gesamte Pflanze. Im Frühling ist die Brennessel eine der ersten Pflanzen die das Eis bricht und ich liebe es wenn die, vor Vitalität strotzenden, Babynesseln zum Vorschein kommen. In dieser Form verwende ich sie für meine Frühlingssmoothies und setze ebenfalls gleich eine Ur-Tinktur an. In diesen kleinen Nüsschen steckt die reine Lebenskraft! Sie schenken uns wertvolle Mineralien, Vitamine, reinigen unser Blut, entschlacken unsere wintermüden Körper und regen somit unseren gesamten Stoffwechsel und Organismus an.

Die Blätter (frisch oder getrocknet) sowie die Wurzeln können als Tee zubereitet werden. Besonders auf die Brennesselsamen sollte man nicht verzichten. Die Brennesselsamen geben Kraft und wirken gut bei Erschöpfungszuständen. Das Sammeln (ab Juli) ist ein bisschen mühsam und gleichzeitig hat es wiedermal, wie so oft in der Kräuterei, etwas meditatives.) Aber in diesen Samen steckt so unglaublich viel Kraft, dass es eine Schande wäre sie nicht zu nutzen. Als Eiweißlieferant liefert sie so ziemlich alles was unser Körper braucht und ganz nebenbei werden die Samen der weiblichen Pflanze damals wie auch heute zur Potenzsteigerung und als Aphrodisiakum eingesetzt. Die Brennesselsamen -Tinktur kann man gegen Haarausfall in die Kopfhaut einmassieren. Ebenso ist sie sehr hilfreich bei Müdigkeit oder einem Energietief. Weiters wird sie empfohlen bei Nieren- und Blasenproblemen.

Hier findet ihr tolle Rezepte und weitere sehr hilfreiche Informationen:
http://www.monikarose.at/brennesselkraft.html

Heilwirkung:

blutreinigend, blutbildend, blutstillend, Stoffwechselfördernd, Harnwegserkrankungen, Rheumatismus, Gicht, Haarwuchsfördernd, Schuppen, Frühjahrsmüdigkeit, Appetitlosigkeit, Verstopfung, Durchfall, Magenschwäche, Nierenschwäche, Diabetes (unterstützend), Bluthochdruck, Menstruationsbeschwerden.

Inhaltsstoffe:

Die Stängel und Blätter der Pflanze enthalten Gerbstoffe, Kiesel- und Ameisensäure, das Provitamin A, Schleim und Wachs, Vitamin C und Chlorophyll, wobei sich aus Letzterem Phytol gewinnen lässt. Weiterhin beinhaltet sie Acetylcholin, Histamin und Sekretin.

Achtung:

Von einer Anwendung der Nessel bei Wasseransammlungen (Ödemen), die infolge einer eingeschränkten Nieren- und Herztätigkeit auftreten, ist abzusehen.

Quellen:

  • http://www.brennesseltee.eu/brennessel-die-pflanze
  • http://www.heilkraeuter.de/lexikon/b-nessel.htm
  • http://www.kraeuter-verzeichnis.de/kraeuter/die-brennessel.shtml

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